Stromverbrauch im Datenblatt: Betrieb, Leerlauf, Standby und Aus

Wie das Datenblatt den Stromverbrauch nach Zustand getrennt zeigt – Betrieb, Leerlauf, Standby, Aus und Spitze –, warum das mehr aussagt als ein einzelner Wert und was mit bisherigen Angaben passiert.

Ein NAS braucht beim Zugriff auf die Festplatten deutlich mehr Strom als im Ruhezustand, ein Fernseher im Betrieb mehr als im Standby, ein Smart-Home-Schalter verbraucht rund um die Uhr ein paar Zehntel Watt. Ein einzelner Wert „Leistungsaufnahme“ sagt nicht, welcher Fall gemeint ist. Deshalb zeigt das Datenblatt den Stromverbrauch dort, wo Hersteller mehrere Werte nennen, getrennt nach Zustand.

Welche Werte es gibt

Je Produktart erscheinen nur die Zustände, die dort sinnvoll sind:

  • **Betrieb:** der Verbrauch im laufenden Betrieb – bei Computern und Datenträgern unter Last bzw. bei Zugriff, bei Druckern beim Drucken, bei Saugrobotern beim Saugen. Fernseher und Monitore haben zusätzlich einen Wert für den Betrieb mit HDR-Inhalten.
  • **Leerlauf:** eingeschaltet, aber ohne Aufgabe – beim NAS der Ruhezustand der Festplatten, beim Router ohne angeschlossene Geräte, beim Drucker „bereit“, beim Netzteil ohne angeschlossenes Gerät.
  • **Standby:** Bereitschaft, etwa beim Fernseher, bei Smart-Home-Geräten und Leuchten, wo dieser Wert besonders zählt, weil er dauernd anfällt.
  • **Aus:** ausgeschaltet, aber noch am Strom.
  • **Laden:** bei Geräten mit Akku, zum Beispiel beim Saugroboter an der Station.
  • **Spitze:** der höchste Verbrauch unter Volllast, zum Beispiel bei Computern und Netzteilen.

Das Datenblatt zeigt sie immer in dieser Reihenfolge, damit sich Geräte auf einen Blick vergleichen lassen. Bei Haushaltsgeräten mit EU-Energielabel steht der Jahresverbrauch dahinter.

Auch im Vergleich, in den Boxen deiner Seiten und im WordPress-Plugin erscheint jeder Zustand als eigene Zeile. Bei allen gilt: **weniger ist besser**.

Woher die Werte kommen

affilinode liest sie aus Datenblättern, Herstellerseiten und Energielabels. Ein Text wie „37,91 Watt (Zugriff), 12,33 Watt (HDD-Ruhezustand)“ oder „Betrieb 7,5 W / Standby 0,5 W“ wird in die einzelnen Werte zerlegt. Dabei gilt: Nur wenn klar ist, welcher Wert zu welchem Zustand gehört, wird er eingetragen. Ist ein Satz doppeldeutig, bleibt das Feld leer, statt zu raten. Die Netzteilleistung oder Ausgangsleistung eines Geräts ist kein Verbrauch und wird nie als solcher übernommen.

Auf dem Energielabel stehen für Fernseher, Monitore und Waschmaschinen auch Standby und Aus; diese Werte übernimmt affilinode zusätzlich zum Betriebswert.

Was mit bisherigen Angaben passiert

Bisher gespeicherte Werte bleiben unverändert. Eine ältere „Leistungsaufnahme“ erscheint weiter unter diesem Namen, solange es noch keinen Wert für den Betrieb gibt. Sobald der Betriebswert vorliegt, zeigt das Datenblatt nur noch ihn und blendet den allgemeinen Wert aus – er wird dabei nicht gelöscht. Nichts wird auf Verdacht umgedeutet: Ein Wert, den die Quelle keinem Zustand zuordnet, bleibt eine allgemeine „Leistungsaufnahme“.

Wie genau welcher Wert gemeint ist, siehst du im Datenblatt am Namen der Zeile, zum Beispiel „Leistungsaufnahme (Standby)“.

Eigene Werte eintragen

Am Produkt im Reiter „Datenblatt“ trägst du jeden Zustand einzeln ein. Trage nur den Wert für genau diesen Zustand ein, keine Summe und keinen Mittelwert, und nenne die Messbedingung (zum Beispiel die Bestückung des NAS mit Festplatten) in der Quelle. Dein Wert hat Vorrang vor dem Wert aus der zentralen Datenbank von affilinode.

Folgekosten

Der Folgekosten-Rechner ([affilinode_energy] im Plugin, `data-affilinode="energy"` in der Einbettung) rechnet bei getrennten Werten mit dem Wert für den Betrieb. Ein Standby-Wert allein reicht für eine Rechnung nicht.

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